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Zweiter Workshop „Modellierung im Gesundheitswesen“ – Im Rahmen der Tagung Modellierung 2016 (in Zusammenarbeit mit der FG MobIS und der FG EMISA)

Workshopbeschreibung

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Die Gesundheitssysteme industrialisierter Nationen befinden sich aufgrund vielfältiger Herausforderungen im Umbruch. Im Kern steht nach wie vor dasSpannungsfeld zwischen ökonomischer Effizienz, qualitativ hochwertiger medizinischer Versorgung und einer Steigerung der Transparenz über die Leistungserbringung. Traditionelle Herangehensweisen zur Hebung ws mgw gi logobestehender Optimierungspotenziale sind bereits weitgehend ausgeschöpft. Sowohl der medizinische als auch der technologische

Fortschritteröffnen neue Möglichkeiten der medizinischen Versorgung: Die personalisierte Medizin ermöglicht eine bisher nicht da gewesene Individualisierung der Diagnostik und Therapie; die zunehmende Durchdringung des Gesundheitswesens mit Smartphones und dedizierten Apps fördern eine ubiquitäre orts- und zeitungebundene Erfassung und Übermittlung medizinischer Daten, die von Fachexperten ausgewertet und zielgerichtet zur Prävention und Behandlung eingesetzt werden können (Stichwort: m-Health).

Es erscheint offensichtlich, dass die Weiterentwicklung der Versorgungslandschaft (neue Akteure) und Versorgungsformen (neue Leistungsformen) eine umfassende Analyse und in Teilen Reorganisation der Leistungserbringung erfordert. Dies kann nur dann erfolgreich geschehen, wenn alle betroffenen Disziplinen und Akteursgruppen gemeinsam agieren. Es ist daher an den Fachbereichen der Medizininformatik, Wirtschaftsinformatik und Informatik sowie der Medizin und Gesundheitsökonomie gemeinsam auf diese Herausforderung zu reagieren. Nur wenn es gelingt, alle Instrumente aufeinander abzustimmen und entsprechend der existierenden regulatorischen Rahmenbedingungen innovative Lösungskonzepte für den klinischen und den ambulanten Alltag zu entwickeln, werden sich noch vorhandene Potenziale realisieren und darüber hinaus neue Potenziale identifizieren lassen.

Modelle verschiedener Lesarten finden in allen vorgenannten Bereichen Anwendung. Konzeptuelle Modelle eignen sich nicht nur als Abstraktion komplexer Sachverhalte sondern auch als integratives Kommunikationsmedium, z. B. als Grundlage eines modellgestützten (Geschäftsprozess-) Managements oder der (Weiter-)Entwicklung von Informationssystemen. Dazu können sie, z. B. in korrespondierenden Diagrammen grafisch visualisiert und analysiert oder als mathematisches Modell berechnet werden, um Optimierungspotenziale zu identifizieren.

Ziel und adressierter Teilnehmerkreis

Ziel des Workshops ist es, die vielschichtigen Anwendungsbereiche, in denen Methoden und Techniken der Modellierung in der Wirtschaftsinformatik, der Informatik und der Medizininformatik sowie der Medizin und Gesundheitsökonomie  zum Einsatz kommen, z. B. zur Unterstützung, Formalisierung oder Ausführung klinischer Prozesse, zu reflektieren. Dabei sollen aktuelle Entwicklungen und Problemstellungen aufgezeigt und diskutiert werden, um so einen Beitrag zur Adressierung der Herausforderungen im Gesundheitswesen durch zielgerichtete Modelle leisten zu können.

Dieser Workshop richtet sich sowohl an Wissenschaftler als auch an Entwickler und Anwender, die sich mit der Unterstützung, Formalisierung oder Ausführung klinischer Prozesse auseinandersetzen und adressiert sowohl die gestaltungsorientierte Forschung zur Entwicklung und Anwendung von Modellen im Speziellen und IT-Artefakten im Allgemeinen als auch die behavioristische Forschung zur Generierung von Erkenntnissen im Rahmen der Modellverwendung und resultierender IT-Artefakte. Neben Forschungsaufsätzen sind auch ausdrücklich praxisnahe Best-Practices und Fallstudien zu folgenden Themenfeldern (nicht-exklusive Liste) erwünscht:

Themen

  • Konzeptuelle Modellierung medizinischer Leitlinien und klinischer Behandlungspfade (Modellintegration, Modellgestütztes (Qualitäts-)Management)
  • Prozess- und Ressourcenmanagement im klinischen Umfeld
  • Process Compliance und evidenzbasierte Medizin im klinischen Umfeld
  • Leitlinienmanagement
  • Workflow-Management-Systeme im Gesundheitswesen
  • Ad-hoc Workflows und Process-Aware Health Information Systems
  • Entwurf und Anwendung Computer-Interpretierbarer Leitlinien (CIG)
  • Wissensbasierte Systeme und Clinical Decision Support Systeme
  • Referenzmodellierung
  • Multiperspektivische Krankenhausmodellierung
  • Modellierung und personalisierte Medizin
  • Kollaborative Modellierung
  • Mobile Anwendungen am Point-of-Care und in der integrierten Versorgung
  • IKT als Enabler im Gesundheitswesen
  • IKT in Gesundheitsnetzwerken (Sektorübergreifende Versorgung)
  • Interoperabilität und Erweiterbarkeit vorm Hintergrund digitaler Ökosysteme
  • Best Practices & Fallstudien von IKT im Gesundheitswesen
  • Mobile Health und Telemedizin

Beiträge

Workshopbeiträge können bis zum 31.01.2016 in Form von Completed-Research-Paper (bis zu 15 Seiten) oder Research-in-Progress-Paper (10 Seiten) als PDF unter Verwendung der GI-LNI-Vorlage (als Word- und als LaTeX-Vorlage: http://www.gi.de/service/publikationen/lni.htmlAutorenrichtlinien: http://www.gi.de/service/publikationen/lni/autorenrichtlinien/per EasyChair (https://easychair.org/conferences/?conf=modgw2016) eingereicht werden. Einreichungen sind in deutscher oder in englischer Sprache möglich.

Von mindestens einem der Autoren wird die Bereitschaft erwartet, sich zur Tagung Modellierung 2016 anzumelden und den Beitrag in Form eines Vortrags den Workshop-Teilnehmern vorzustellen. Zusätzliche Teilnahmegebühren für den Workshop werden nicht erhoben.

Programmkomitee

Prof. Dr. Klaus-Peter Adlassnig, Medizinische Universität Wien
Prof. Dr. Elske Ammenwerth, UMIT – University for Health Sciences, Medical Informatics and Technology, Hall in Tirol
Prof. Dr. Rüdiger Breitschwerdt, FH Flensburg
Martin Burwitz, Technische Universität Dresden
Prof. Dr. Werner Esswein, Technische Universität Dresden
Prof. Dr. Ulrich Frank, Universität Duisburg-Essen
Prof. Dr. Michael Greiling, Institut für Workflow-Management im Gesundheitswesen
Nico Herzberg, SAP SE
Dr. Monika Kaczmarek, Universität Duisburg-Essen
Prof. Dr. Katrin Kirchner, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Prof. Dr. Ina Kopp, AWMF-Institut für Medizinisches Wissensmanagement
Prof. Dr. Richard Lenz, Universität Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. Silvia Miksch, Technische Universität Wien
Dr. med. Beatrice Moreno, ID-Berlin
Prof. Dr. Sven Overhage, Universität Bamberg
Dr. med. Lars Podleska, Universitätsklinikum Essen
Prof. Dr. Manfred Reichert, Universität Ulm
Dr. Martin Sedlmayr, Universität Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. Günter Schreier, Austrian Institute of Technology, Graz
Prof. Dr. med. Georg Täger, Universitätsklinikum Essen und Klinikum Kempten
Dr. Bernhard Volz, Universität Bayreuth
Jun.-Prof. Dr. Lauri Wessel,  FU Berlin

Kontakt

Dr. Hannes Schlieter
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik insb. Softwareentwicklung (Prof. Dr. Esswein)
Technische Universität Dresden
Tel.: (0351) 463-32173
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Michael Heß
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Unternehmensmodellierung (Prof. Dr. Frank)
Universität Duisburg-Essen
Tel.: (0201) 183-3099
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Programmablauf

Mittwoch, 02.03.2016, 14:00 - 17:30 Uhr
im Gebäude 11.40, Raum 221, Karlsruher Institut für Technologie

14:00 - 14:30  Prozessorientiertes Benchmarking von Patientenwegen in Krankenhäusern zur Analyse des Optimierungspotentials
Regina Waldeyer, Christoph Haas
14:30 - 15:00 Grundlagen für die Prozessunterstützung der Brustkrebsversorgung
Dennis Andrzejewski, Rüdiger Breitschwerdt, Michael Fellmann, Eberhard Beck
15:00 - 15:30 Adaption von ISO 11354-2 zum Assessment von eHealth-Plattformen
Martin Benedict, Werner Esswein
15:30 - 16:00 Kaffeepause, Networking
16:00 - 16:30 Patient Flow Modelling: A Rough Set Approach
Christoph Haas, Regina Waldeyer
16:30 - 17:00 Representing and Reasoning over User Intentions and Actions in Adaptive Ambient Assisted Living Environments
Nicole Merkle, Stefan Zander
17:00 - 17:30 

Modellierung flexibler klinischer Pfade - Eine Bestandsaufnahme aus der Praxis
Kathrin Kirchner, Nico Herzberg

  • Pro Vortrag sollten ca. 15 - 20 Min. Zeit eingeplant werden
  • ca. 5 - 10 Min. Diskussion folgt im direkten Nachgang des Vortrags

Zeitplan - Verlängerter Einreichungszeitraum!!!

  • Einreichungsfrist: 08.01.2016  31.01.2016
  • Benachrichtigung: 29.01.2016 12.02.2016
  • Endfassung : 12.02.2016 04.04.2016 (Update!)
  • Workshop: 02.03.2016 

Veröffentlichung

Veröffentlichung des Proceedings in der Reihe ICB Research Reports (Universität Duisburg-Essen, gedruckt und online verfügbar, siehe http://www.icb.uni-due.de/researchreports/); bei entsprechender Einreichungslage (Anzahl und Qualität) wird die Einladung ausgewählter Beiträge für ein Special Issue der Zeitschrift Enterprise Modelling and Information Systems Architecture (EMISA) angestrebt.

Siehe Workshopband: 1. Workshop

 

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