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GMDS Jahrestagung 2017 und E-Health-Roundtable in Oldenburg

E-Health-Forschung ist heute geprägt durch verschiedenste Akteure und variable Forschungsfelder. Die Zusammenarbeit zwischen diesen Akteuren ist dabei auch im Zeitalter der Social Networks für die akademische Forschung noch wenig ausgeprägt. Die Fachgebiete Medizinische Informatik, Wirtschaftsinformatik, Gesundheitswissenschaften und Informatik bedienen jeweils spezifische Aspekte der Forschung. Die Integration dieser Aspekte soll der 2. E-Health-Roundtable unterstützen. In Form eines Future-Workshops diskutieren Experten aus den verschiedenen Fachbereichen, wie eine Strategie zur gemeinsamen E-Health-Forschung implementiert werden kann und wie sich E-Health-Forschung neu denken lässt. HeLiCT ist als Mitorganisator des Roundtable und auch mit einem Vertreter als anwesend.

Der Roundtable findet im Rahmen der GMDS Jahrestagung 2017 statt. HeLiCT nimmt an der Jahrestagung teil und beteiligt sich auch in der Arbeitsgruppe "Standards und Interoperabilität".

Link:

http://helict.de/images/downloads/RoundTable/E-Health_Roundtable-25112016.pdf

gmds2017.de

Internationale Forschergruppe von „vCare“ erprobt unter Führung der TU Dresden die Rehabilitation von morgen

vCare LogoDerzeit leben mehr als ein Drittel der über 75jährigen Europäer mit körperlichen Beeinträchtigungen, die auf lebensstilbedingte Krankheiten, wie z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zurückzuführen sind. Einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, stellt für die Betroffenen einen tiefen Einschnitt in das tägliche Leben dar. Nach dem ersten akutstationären Klinikaufenthalt sind die Patientinnen und Patienten oft auf eine längere, individuell auf sie zugeschnittene Reha-bilitationsphase angewiesen, insbesondere, wenn sie nach Hause zurückkehren. Um dort das Rückfallrisiko zu senken und möglichst selbstbestimmt leben können, ist eine aktive durch die Betroffenen motivierte Umstellung des Lebensstils nötig. Die Anpassung der Ernährungsgewohnheiten, das Abgewöhnen des Rauchens oder die Steigerung von mehr körperlicher Aktivität im Alltag empfinden viele Betroffene dabei als besonders herausfordernd. 

In einer internationalen Forschergruppe unter der Leitung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der TU Dresden wird nun im EU-geförderten Projekt „vCare“ daran geforscht, wie durch eine intelligente Verknüpfung von Gesundheitsinformationen, Daten aus dem Wohnumfeld und aus der regelmäßigen Interaktion mit den Betroffenen ein maßgeschneiderter Über-gang von der Reha in das häusliche Umfeld gestaltet werden kann. 

Ziel des Projektes ist es, die Durchgängigkeit der Versorgungskette (Continuity of Care) zu verbessern, das Abreißen der Begleitung im häuslichen Umfeld zu verhindern und Zukunftstechnologien in der Praxis zu erproben. „Die nach der Rehabilitation notwendige Umstellung von Er-nährungs- und Bewegungsgewohnheiten ist ein langwieriger Prozess, der zu Beginn im Krankenhaus oder der Reha-Einrichtung von vielen Akteuren begleitet wird, bei der Rückkehr ins häusliche Umfeld dann aber oft abbricht“, erklärt Dr. Schlieter, der Leiter des Verbundes von der Professur für Wirtschaftsinformatik, insb. Systementwicklung. Ziel von „vCare“ ist es deshalb, einen Virtual Coach zu entwickeln, der entsprechend der persönlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten dem Patienten bzw. der Patientin assistiert, ihn/sie berät und motiviert. „Den Coach kann man sich als einen Avatar vorstellen, der anwenderfreundliche und personalisierte Übungen, Spiele und Feedbackfunktionen in sich vereint. Der Virtual Coach ist in der Lage, vorab definierte physische, kognitive und soziale Ziele im Zeitverlauf anzupassen und Meilensteine im Auge zu behalten.“ führt Dr. Schlieter weiter aus. 

Die Europäische Union fördert die Entwicklung und Erprobung der Lösung in vier unterschiedlichen europäischen Regionen für die nächsten 4 Jahre mit 4 Mio. EUR. 

Projekttitel: Virtual Coaching Activities for Rehabilitation in Elderly (vCare) 

Laufzeit: 01.09.2017-31.08.2021 Höhe der bewilligten Projektmittel: 4.044 Mio € Fördermittelgeber: EU Horizon 2020 Research and Innovation Programme, Förderprogramm “Personal coaching for well-being and care of people as the age” 

vCare EU logo

Partner: 

TU Dresden, Professur für Wirtschaftsinformatik, insb. Systementwicklung 

Stiftung FZI, Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie (FZI) 

Casa di Cura Privata del Policlinico Spa (CCP), Mailand, Italien 

Imaginary SRL (IMA), Mailand, Italien 

AIT Austrian Institute of Technology GmbH (AIT), Wien, Österreich 

TSB Real Time Location Systems SL (MYS), Valencia, Spanien 

Servicio Vasco de Salud Osakidetza (OSA), Vitoria-Gasteiz, Spanien 

Siveco Romania SA (SIV), Bukarest, Rumänien 

Universitatea de Medicina si Farmacie “Carol DaVila” din Bucuresti (UMFCD), Bukarest, Rumänien 

Aarhus Universitet (AU), Aarhus, Dänemark 

Innovation Sprint (iSPRINT), Brüssel, Belgien 

European Health Telematics Association (EHTEL), Brüssel, Belgien  

Link:

TU-Dresden-News

Virtual Coaching Round Table - Veranstaltungshinweis

Der Virtual Coaching Round Table wird in Verbindung mit dem Kick-Off-Event des Horizon-2020-Projekts vCare (6.9./7.9.2017) stattfinden, das im September unter der Führung der TU Dresden startet. Das Projekt vCare adressiert das Thema der Durchgängigkeit von Versorgungs- und Betreuungsprozessen in einem nachstationären Setting. Insbesondere liegt der Übergang zwischen stationärer Reha und häuslicher Nachsorge im Fokus der internationalen Projektgruppe. So sollen durch einen "digitalen Helfer" die Nachsorgeprozesse verbessert, die beteiligten Behandeln unterstützt und die Patienten motiviert werden, aktiv ihre Nachsorgeprogramme umzusetzen.

Im Rahmen der Veranstaltung werden internationale Partner erste Lösungsansätze präsentieren und es wird Raum geschaffen sich gemeinsam zum Thema auszutauschen.

Die Programminformationen entnehmen Sie bitte den beigefügten Flyer.

Die Anmeldung ist über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich.

Wir würden uns freuen Sie am Campus begrüßen zu dürfen!

HeLiCT auf der AMCIS 2017 in Boston

Plattformen gewinnen im Gesundheitswesen eine immer größere Bedeutung. In Deutschland, Europa und anderen Staaten werden zunehmend Gesundheitsplattformen implementiert, um die Versorgung von Patienten auch im Zusammenspiel von Gesundheitseinrichtungen zu verbessern. Dabei spielt auch die Sicherstellung der Wiederverwendbarkeit und Übertragbarkeit von technischen Innovationen eine wichtige Rolle. In den letzten Jahren ist es zunehmend zu Problemen bei der Übertragbarkeit guter eHealth-Lösungen gekommen, sodass hierfür Lösungsstrategien erarbeitet wurden. Dazu gehören unter anderem Plattformen und eHealth-Infrastrutkuren, die eine vorkonfigurierte und generische Umgebung für Gesundheitsnetzwerke bieten, um technische Dienste zum Aufbau von Informationssystemen zu konsumieren. In unserem Paper "Revise your eHealth-Platform! – Design Principles for a Descriptive Case Study" (Martin Benedict, Hannes Schlieter) beschreiben wir theoretische Grundlagen und Prinzipien zum Aufbau von eHealth-Plattformen aus Sicht verschiedener Teilnehmer eine solchen Plattform. Im Paper wird weiterhin eine Fallstudie durchgeführt, die diese Prinzipien aufgreift. 

Präsentiert wird das Paper auf der AMCIS 2017 in Boston, die vom 10. August 2017 bis zum 12. August 2017 stattfindet.

 

Conference on Business Informatics 2017

Die zunehmende aktive Einbeziehung des Patienten in den Versorgungsablauf wirft auch im Hinblick auf die pfadbasierte Unterstützung solcher Versorgungsprozesse neue Fragen auf. So müssen Wege gefunden werden, die Umgebungs- und allgemeinen Patientendaten in den Versorgungszusammenhang zu bringen und diese dann in einem adaptiven Prozess an die Situation des Patienten anzupassen. Dieser Problematik widmet sich der Beitrag „Towards Adaptive Pathways Reference Architecture for Personalized Dynamic Pathways“ den unser Team (Schlieter, Benedict, Gand, Burwitz) im Rahmen der diesjährigen Conference on Business Informatics 2017 veröffentlichen konnte.

Zudem wurde das Paper "Investigating on Requirements for Business Model Representations - The Case of Information Technology in Healthcare" durch Kai Gand vorgestellt, in dem das Thema adäquater Geschäftsmodellbeschreibungsformen für eHealth untersucht wird.