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Internationale Forschergruppe von „vCare“ erprobt unter Führung der TU Dresden die Rehabilitation von morgen

vCare LogoDerzeit leben mehr als ein Drittel der über 75jährigen Europäer mit körperlichen Beeinträchtigungen, die auf lebensstilbedingte Krankheiten, wie z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zurückzuführen sind. Einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, stellt für die Betroffenen einen tiefen Einschnitt in das tägliche Leben dar. Nach dem ersten akutstationären Klinikaufenthalt sind die Patientinnen und Patienten oft auf eine längere, individuell auf sie zugeschnittene Reha-bilitationsphase angewiesen, insbesondere, wenn sie nach Hause zurückkehren. Um dort das Rückfallrisiko zu senken und möglichst selbstbestimmt leben können, ist eine aktive durch die Betroffenen motivierte Umstellung des Lebensstils nötig. Die Anpassung der Ernährungsgewohnheiten, das Abgewöhnen des Rauchens oder die Steigerung von mehr körperlicher Aktivität im AlltvCare groupag empfinden viele Betroffene dabei als besonders herausfordernd. 

In einer internationalen Forschergruppe unter der Leitung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der TU Dresden wird nun im EU-geförderten Projekt „vCare“ daran geforscht, wie durch eine intelligente Verknüpfung von Gesundheitsinformationen, Daten aus dem Wohnumfeld und aus der regelmäßigen Interaktion mit den Betroffenen ein maßgeschneiderter Über-gang von der Reha in das häusliche Umfeld gestaltet werden kann. 

Ziel des Projektes ist es, die Durchgängigkeit der Versorgungskette (Continuity of Care) zu verbessern, das Abreißen der Begleitung im häuslichen Umfeld zu verhindern und Zukunftstechnologien in der Praxis zu erproben. „Die nach der Rehabilitation notwendige Umstellung von Er-nährungs- und Bewegungsgewohnheiten ist ein langwieriger Prozess, der zu Beginn im Krankenhaus oder der Reha-Einrichtung von vielen Akteuren begleitet wird, bei der Rückkehr ins häusliche Umfeld dann aber oft abbricht“, erklärt Dr. Schlieter, der Leiter des Verbundes von der Professur für Wirtschaftsinformatik, insb. Systementwicklung. Ziel von „vCare“ ist es deshalb, einen Virtual Coach zu entwickeln, der entsprechend der persönlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten dem Patienten bzw. der Patientin assistiert, ihn/sie berät und motiviert. „Den Coach kann man sich als einen Avatar vorstellen, der anwenderfreundliche und personalisierte Übungen, Spiele und Feedbackfunktionen in sich vereint. Der Virtual Coach ist in der Lage, vorab definierte physische, kognitive und soziale Ziele im Zeitverlauf anzupassen und Meilensteine im Auge zu behalten.“ führt Dr. Schlieter weiter aus. 

Die Europäische Union fördert die Entwicklung und Erprobung der Lösung in vier unterschiedlichen europäischen Regionen für die nächsten 4 Jahre mit 4 Mio. EUR. 

Projekttitel: Virtual Coaching Activities for Rehabilitation in Elderly (vCare) 

Laufzeit: 01.09.2017-31.08.2021 Höhe der bewilligten Projektmittel: 4.044 Mio € Fördermittelgeber: EU Horizon 2020 Research and Innovation Programme, Förderprogramm “Personal coaching for well-being and care of people as the age” 

vCare EU logo

Partner: 

TU Dresden, Professur für Wirtschaftsinformatik, insb. Systementwicklung 

Stiftung FZI, Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie (FZI) 

Casa di Cura Privata del Policlinico Spa (CCP), Mailand, Italien 

Imaginary SRL (IMA), Mailand, Italien 

AIT Austrian Institute of Technology GmbH (AIT), Wien, Österreich 

TSB Real Time Location Systems SL (MYS), Valencia, Spanien 

Servicio Vasco de Salud Osakidetza (OSA), Vitoria-Gasteiz, Spanien 

Siveco Romania SA (SIV), Bukarest, Rumänien 

Universitatea de Medicina si Farmacie “Carol DaVila” din Bucuresti (UMFCD), Bukarest, Rumänien 

Aarhus Universitet (AU), Aarhus, Dänemark 

Innovation Sprint (iSPRINT), Brüssel, Belgien 

European Health Telematics Association (EHTEL), Brüssel, Belgien  

Link:

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