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Dig4Health

Mit "Pilotitis" wird im Kontext von IT-Projekten das permanente Initiieren von Pilotprojekten (in der Regel in Förderprojekten) bezeichnet, ohne das die in diesen Projekten erzeugten Piloten je zur Marktreife geführt werden. Besonders im Bereich des eHealth ist dieses Phänomen zu beobachten. Es scheinen Hemmnisse zu existieren, welche die Translation von innovativen Lösungen zur digitalen Gesundheitsversorgung verhindern. Die Probleme sind vor allem in ungeklärter Finanzierierung, fehlender Evidenz sowie Patientenakzeptanzvorbehalten zu suchen. Eine Risikoeinschätzung sowie eine Abschätzung von Erfolgspotentialen ist für Geldgeber (Krankenkassen) als auch für Innovationstreiber gleichsam notwendig, um zum einen Beiträge der Versicherten zu deren Wohle einzusetzen und zum anderen den Erfolg einer Innovation abschätzen zu können. Randomisierte Studien können jedoch in der Regel nicht durchgeführt werden, da die dazu notwendigen Lösungen noch nicht existieren sondern erst geschaffen werden müssen. Ein Übergang innovativer eHealth-Lösungen in die Regelversorgung erscheint aus diesem Grund nur schwer möglich.

Ziel des Projektes ist die Schaffung einer eHealth-Toolbox, die es Protagonisten aus dem eHealth-Umfeld ermöglicht Anhaltspunkte für den Erfolgswahrscheinlichkeit zu erhalten und die potentiellen Risiken einer eHealth-Lösung abzuschätzen. Damit sollen Unsicherheiten abgebaut und Hilfestellung gegeben werden, die zu einer nachhaltigen und innovationsfreudigen Entwicklungslandschaft (eHealth-Ökosystem) beitragen. Damit wird ein Instrument geschaffen, um die Potentiale, die durch Digitalisierung von Dienstleistungen in der Gesundheitswirtschaft realisiert werden können, besser auszunutzen.

Auf Basis folgender Grundlagenarbeiten soll eine Softwarelösung zur Bewertung von eHealth-Lösungen geschaffen werden:

  • Analyse der Wirkperspektiven verschiedener Stakeholder (Patient, Arzt, Gesellschaft etc.)
  • Ableitung eines Indikatorsystems zur systematischen prospektiven Bewertung von eHealth-Lösungen
  • Konstruktion eines Bewertungsmodells für eHealth-Lösungskandidaten
  • Web-Portal für die niederschwellige Lösungsbewertung

Die Projektergebnisse sollen zur Förderung eines prosperierenden deutschen eHealth-Ökosystems beitragen, in welchem die Translation von eHealth-Lösungen in die Regelversorgung zum Normalfall wird.

ProH-WIDE

Das Projekt "ProH-WIDE" (Promoting Health and Wellbeing through an Inclusive Digital Ecosystem) adressiert das Problem der Ungleichbehandlung von Bürgern aufgrund der differenzierten Zugänglichkeit von Gesundheitsdienstleistungen. Im Rahmen eines EU-Verbundprojektes sollen Lösungen für das Design eines IT-basierten Versorgungssystem geschaffen werden, das alle Beteiligten seien es Patienten resp. Bürger, Versicherungen oder Leistungserbringer  befördert effektiv miteinander arbeiten zu  können, um so den Outcome zu maximieren und das System möglichst ressourceneffizient zu gestalten. Wesentliche Komponenten dieser Lösungsstrategie sind die Umsetzung von Self-Management-Ansätzen und die bedarfsadäquate und flexibele Umsetzung von Anreizsystemen für die unterschiedlichen Stakeholder. Hierfür erarbeitet unser Team Lösungsstrategien für das Design eines solchen integrierenden "Informations-Ökosystems". In Zusammenarbeit mit den Projektpartnern (CompuGroup Medical und Health Innovation) unterstützen wir zudem die Diffusion der Ergebnisse in Applikationen, die den entsprechenden Gestaltungsprinzipien folgen. 

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